Anderswo

Im Stopfblog wird – na, was wohl – gestopft. Ich glaube, mich zu erinnern, dass meine Großtante, die Handarbeitslehrerin,  ein solches Gerät besaß und wir nach ihrem Tod nichts damit anzufangen wussten. Jetzt weiß ich es, aber das Gerät ist wohl im Müll gelandet.

Frau Fundevogel gedenkt. (und ich habe etwas über Frau Fundevogel erfahren, das ich weder wusste noch vermutet hätte. Bloggen öffnet Türen in andere Leben. Mir gefällt das sehr.)

Ev begegnet Alltagsmenschen

Rechter Terror und Gewalt in Westeuropa. Beängstigend, vor allem der Vergleich. 

Was sagt der Grabstein

Herr Ackerbau unterwegs.

Anderswo

Der Schizophrenist hat Sehnsucht nach dem Meer und trifft einen Hasen.

Stricken Sie? Vielleicht ist das dann etwas für Sie.

Eine komponierende Ordensfrau aus Äthiopien. (Nein, Guardian, „singende Nonne“ ist zu wenig. Die meisten Ordensleute singen, nicht alle komponieren!) 

Idil Baydar ist eine beeindruckende Frau. In der Zeit spricht sie über Migranten und Polizei

Arme können nicht ins Home Office, weiß Sir Angus Deaton.

Georg Kreisler geht zur Arbeit

Anderswo

Das wohl einzige Thema, bei dem ich eine Triggerwarnung setze: Suizid. Aus der Sueddeutschen Zeitung: Das Höhenphänomen oder der Drang, zu springen.

Zora über Pflege in Corona-Zeiten.

Wo Tabak angebaut wurde.

Eine der schönsten Stimmen des Flamenco: Pies de Plomo (1924-2012), por Soleá. (Wenn Sie sonst nie Flamenco hören, hören Sie sich zumindest das an. Die Soleá ist die Mutter des Flamencogesangs und in dieser hier ist alles drin, was man über die Soleá wissen muss.)

Am Samstag fahre ich zum ersten Mal nach Wochen zur Apotheke. In der Stadt ist es leer, ich hätte das Rad nehmen können, aber das habe ich nicht bedacht. Wieder zwei Menschen, die ihre Masken nur beim Einsteigen tragen und sie im Bus sofort abnehmen, um in Ruhe telefonieren zu können. Der eine hat noch dazu eine ziemlich feuchte Aussprache. Ich wechsele den Platz, als die Spucketropfen anfangen, in meine Nähe zu fliegen.

Zuvor habe ich Obst und eine Flasche Wein gekauft. Der Obststand ist wieder geöffnet, den Wein gibt es anderswo. Auf dem Balkon kommt die Pfefferminze wieder, der Lavendel und die Trippmadam haben Knospen, nur die Erdbeeren „machen so komisch“, wie meine Patentante gesagt hätte.

Tanzschulen in Bayern dürfen ab Montag wieder öffnen. Ich verzichte, nehme dies aber zum Anlass, wieder im Keller zu üben .Zuvor habe ich micht nicht getraut, obwohl ich da unten ja auch allein gewesen wäre. Es schien mir im Rahmen der Umstände allzu frivol.

Zum Spaß probiere ich den neuen WordPress-Editor aus. Den Firmen-Laptop packe ich für zwei Wochen in die Tasche. Ich nehme mir Zeit zum Mittagessen (auch im Home Office habe ich nur dreißig Minuten Mittagspause, das wird vermutlich kontrolliert), ich hole Schlaf nach. Am Abend gewittert es.

Falls Sie Herrn Ackerbau nicht kennen: Herr Ackerbau hat eine Katze. Die Katze hat(te) eine Maus. Nicht, dass es in Berlin irgendjemand stören würde, wenn man nachts barfuß und in Unterhosen Mäuse spazieren trägt.

Anderswo

Ist das nun eine Liebesgeschichte? Eine Ehegeschichte? Irgendwie schon.

Frau Klugscheißer über die dunkleren Tage.

Dem Herrn Buddenbohm geht es gerade ähnlich wie mir.

Den Katzen geht es aber gut.

Nicht gut geht es den USA. Hierzu hat Carmilla de Winter zwei Links gepostet. (Auch wenn Sie heute keinen verlinkten Beitrag lesen wollen: diese beiden sind wichtig.)

Dieser Tage war mir sehr danach: Video. (es gibt natürlich besser gesungene Versionen, aber darum geht es gerade nicht)

Anderswo

„Gott sei Dank, dann gibt es Frieden!“ soll Marianne Grunthal gesagt haben, als sie die Nachricht von Hitlers Tod erfuhr. Dafür wurde sie am 02.05.1945 gehängt.

Schwesterfraudoktor über Infektionen.

Joan Didion über Tagebücher.

Der Emil über Briefe.

Kriegsende im Tegernseer Tal. Juna macht sich Gedanken. (Ja, die beiden Artikel gehören in meinem Kopf zusammen. Sie werden schon sehen, warum.)

 

Anderswo

Frau Atwood zupft Scharpie. Nein, nicht ganz, Scharpie zupfen ist aus der Mode. Ich finde es übrigens amüsant, dass Frau Atwoods Großmutter anscheinend genauso eine Handarbeitsversagerin war wie ich. .

Geht Ihnen das Gejammer über Gottesdienste, die nicht wie üblich stattfinden können, auch so auf die Nerven? Hier ein Text über Ramadan , aber ohne Gejammer.

Don Alphonso (ja, ja, ich weiß) erzählt von pfälzischer Entwicklungshilfe und Kirschgärten, und weil ich die Pfalz und Kirschen liebe, müssen Sie da  halt durch.

Doc Vogel findet es in Mitte doch ganz schön.

Auch das Ballett der Pariser Oper ist sozusagen im Home Office.

Auf Twitter gefunden:

Auf dem Mauervorsprung am Friedhof halten drei Herren ein Gelage ab, ohne jeglichen Abstand.

Die Wildkirschen vorm Haus blühen. Frau von Unten, so widerwärtig sie sein kann, ist anscheinend eine begnadete Köchin, denn es duftet berauschend. So grobschlächtig sie ist, so verfeinert ihre Küche. Vielleicht ist genau das ihr Talent und ihre Freude.

Der  Vollmond steht dick und rund auf blaugrauem Himmel; im Vordergrund tragen die Bäume zartgrünes Laub. Der alte Nachbar führt seinen alten Hund im Schneckentempo spazieren.

Der Freund der Dame aus Odessa schleicht die Straße hinunter und will wohl zu seiner Freundin. Beide sind über siebzig und nicht gesund, aber sie haben schon anderes erlebt und denken sich vielleicht, wer weiß, ob wir im nächsten Frühling noch leben, mit oder ohne Corona? (Ich kann mir da kein Urteil erlauben.)

El camisón de Pepa