Fundsachen 42

Christa Pfafferott war in Buchenwald.

Die AfD befiehlt versehentlich das Nacktbaden.

Ich erinnere mich an einen Sommer, in dem der Teer/Asphalt floss und die weißen Markierungen auf der Straße plötzlich Kurven bekamen. Später fuhr ich in La Rochelle bei 42 Grad mit dem Fahrrad von der Schule zu meiner Gastfamilie. Noch später war ich in Sevilla, als gerade der neue Bahnhof Santa Justa gebaut worden war. Beim Ankommen dachte ich noch, hui, ist das warm, wie ein angewärmtes Handtuch, aber draußen wird es sicherlich kühler. Draußen schlug mir eine Hitze ins Gesicht, wie ich sie nie zuvor und nie danach gespürt habe. Für Regina Tauschek  ist das aber anscheinend Alltag bei Mitte Vierzig.

Für die dubiose Dame Mirabellen und Berge.

Sogar Ella Fitzgerald ist es zu warm.

Fundsachen 41

Wenn Schwester Jürgen kommt. Ein Interview mit einem Mann, der nach mehreren Berufswechseln und in schon etwas vorgerückterem Alter den Beruf des Altenpflegers erlernt hat.

Die Rosenblatts über die Mondfinsternis, was das Wort „Blutmond“ für sie bedeutet (hat), und dass Weiterleben nicht unbedingt glücklich macht, auch wenn man sich dafür entschieden hat.

Ilja Trojanow über das Fremdsein und Fremdbleiben.

Die dubiose Dame selbdritt verlangte einen Link übers Fensterputzen. Der geschätzte Blognachbar hatte keinen im Angebot, aber dafür einen über Türschlösser. Die sollen ja unter anderem nützlich sein, wenn man unliebsames Gesindel aus dem Haus halten will.

Der Gitarrist Emilio Caracafé und der Sänger Parrita: Video.

Fundsachen 38

Weil in meinem Umfeld viel die Rede von Rollenprosa ist, hier der bisher klügste Text, den ich dazu gefunden habe.

Der Herr Buddenbohm beschwert sich: „Ich habe den Eindruck, dass immer weniger Alltagszenen in Blogs erscheinen, diese kleine Geschichten, die Beobachtungen.“  Was ja nur beweist, dass der Herr Buddenbohm mein Blog nicht liest, denn eigentlich tue ich ja fast nichts anderes hier. Das Blog von Mitzi Irsaj liest er offensichtlich auch nicht, denn da gibt es auch Alltagsgeschichten, sogar über einen Pilz und Giersch (oder so ähnlich)

„Denn alle Powenze fluchten von Herzen gern, kunstreich und gewissenhaft.“ Aufmerksame Leser_innen werden bemerkt haben, dass ich falsch zitiere. Es heißt „Denn alle Powenze logen von Herzen gern…“. Nicht gelogen, aber geflucht: Hannah Beitzer weiß, warum man manchmal „Arsch“ sagen darf.

Eine meiner liebsten Kommentatorinnen, die anonymeRosiHeidelindeMaikeAnja vergleicht mich nun schon zum zweiten Mal in diesem Monat mit Eva Braun. Verdient habe ich mir das ihrer Ansicht nach damit, dass ich mich vom geschätzten, aber entfernten  Blognachbarn nicht ausreichend distanziere. Für jeden Kommentar der anonymenRosiHeidelindeMaikeAnja verlinke ich in Zukunft einen Text des geschätzten Blognachbarn. 1. Von Rom nach London und 2. In einem Rokokogarten. Sie sehen also, anonyme RosiMaikeAnjaHeidelinde, Sie machen auf Ihre Weise Werbung für den Herrn Nachbarn.  

Die älteren unter Ihnen erinnern sich sicher an den Buena Vista Social Club? Hier ein rein weibliches Ensemble mit „Ay, Candela!“

 

Fundsachen 37

Von der Stadt aufs Land und zurück. (via @_donalphonso)

Ein Keramikladen, fürchte ich, ist an einem Ort wie Kreuzberg der Anfang der Gentrifizierung. Ein solches Gebäude wie das, in dem sich das Hotel Orania befindet, kann eine Privatperson nicht erhalten. Andererseits trägt ein solches Hotel mit der sich in seinem Umfeld ansiedelnden Infrastruktur zur Gentrifizierung bei wie kaum etwas sonst. Den Tanz der Verdrängung kann ich ja auch in meinem Viertel beobachten. Arbeiter, Studenten, kleine Angestellte, Hipster, Familien, schließlich sehr Wohlhabende. Mein Glück ist, dass es am Schlachthof immer noch nach Mist, Blut und Fleisch riecht, was nicht jeder, der hier gerne wohnen würde, für pädagogisch wertvoll, cool  oder gesellschaftsfähig hält. (Ich wäre gespannt, was Frau Tikerscherk zu dem Zeit-Artikel meint. )

Seit ein paar Wochen lese ich auch gerne hier. Ich habe ja nur einen Balkon, aber manches lässt sich auch da umsetzen.

Das Mädchen, das das Meer liebte: Lene nimmt Abschied.

„Denn je mehr man liest, desto besser wird die Rechtschreibung.“ Warum Braille nach wie vor gelehrt werden sollte.

Unkraut vergeht nicht, aber es kann sehr schön sein. So schön, dass man es auf Häuser malen kann.

Cabrero heißt Ziegenhirte, und als ich zuletzt von ihm hörte, hatte er ein Haus in Marbella, aber immer noch Ziegen. Luz de luna.

Fundsachen 35

Die Rosenblatts mit dem bisher schönsten Text des Sommers: unterwegs. Der Sommer ist ja noch jung, aber ich glaube, das ist und bleibt mein Favorit.

Für Freund_innen der Fantasy: Die geschätzte Blognachbarin Carmilla de Winter liest.

Was geschieht auf der Aquarius?

Ich weiß, es wird langweilig, weil ich es immer wieder sage. Aber gehen Sie in den Botanischen Garten, wenn Sie in Berlin sind. Wirklich. Creezy hat es getan.

Die Donnerbella mag Schnaps, Dirndl und Fußball. Dinge, mit denen Sie mich bis nach Zinnowitz jagen könnten. Aber sie schreibt auch solche Texte.

Er schreibt wieder: der Schizophrenist übers Scheitern.

Dazu passt mal wieder eine Petenera, heute gesungen von Curro Malena. (In der Petenera geht es nämlich oft ums Scheitern. Wie überhaupt im Flamenco. Außerdem ist der Schizophrenist „un hombre muy flamenco“.)