Man hält mich für technisch einigermaßen begabt, aber diese Begabung beschränkt sich auf Dinge, die eine Grobmotorikerin mit Hammer, Zange und Feile erledigen kann. Ein nicht mehr zu entsperrendes Handy übersteigt meine Fähigkeiten. Das Passwort war mir bekannt, es ließ sich nur nicht mehr eingeben. Laut den im Internet verfügbaren Anleitungen muss man nur ein paar ganz simple Zauberkunststücke in den erweiterten Einstellungen ausführen. Was in den Anleitungen nicht gesagt wurde: wie komme ich in die erweiterten Einstellungen, wenn das Handy gesperrt ist und ich nur noch SMS und eingehende Anrufe empfangen kann? Ich fand schließlich eine Anleitung für etwas, das man Hard Reset nennt, und das beim zweiten Versuch auch funktionierte. Dummerweise verlor ich dabei die Corona-Warn-App oder vielmehr die damit bisher angesammelten Daten, denn die App selbst ließ sich neu installieren.

Auf Twitter wird die Süddeutsche Zeitung als eine antisemitische Zeitung und der Musikkritiker Helmut Mauró als Antisemit bezeichnet. Ich vermisse in der Diskussion nachvollziehbare Kriterien, die zu diesem Urteil geführt haben. Mauró, den ich ansonsten schätze – nicht zuletzt, weil er einer der nicht sehr zahlreichen Musikkritiker in Deutschland ist, die ein wenig vom Flamenco verstehen – hat einen ziemlich schlechten Artikel über Igor Levitt geschrieben. Ich bin mit dem Artikel nicht einverstanden; für den Einsatz von Fackeln und Mistgabeln ist er jedoch nicht der passende Anlass. Übrigens machen Menschen Fehler, und so mag in der Süddeutschen der eine oder andere pro-palästinensische Artikel erschienen sein, der nicht begründet oder gerechtfertigt war, das will ich gerne zugeben. Aber die Medien in einem demokratischen Staat dienen der Meinungsbildung, und der Weg der Meinungsbildung ist ein steiniger Pfad, auf dem man mitunter stolpert.

3 Gedanken zu „

  1. Ich las den Artikel VOR dem Lesen der Kritiken und fühlte mich, wohlgemerkt ohne Vorkenntnisse der Musikbranche und ohne den Autor zu kennen (auch Levit kenne ich nur theoretisch, da mich klassisch nicht begeistert). Ich las offen und fand ihn sehr polemisch. Und ja, antisemitisch letztlich auch. Wäre es eine Kolumne, könnte ich Augen zudrücken, so aber ist es sehr unsachlich und unfair. Zu persönlich für professionelle Kritik. Aber ich verstehe schon, was du wohl meinst.

    Das mit dem Handy ist doof. (Ist mir mal mit dem Tablet passiert. 🙈) Doof wegen der Corona-App.

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