Das Flüchtlingslager Moria brennt. Mir geht dazu das eine oder andere durch den Kopf, was ich gar nicht denken will.

Vor meinem Fenster bringt die Sonne am Morgen die ersten herbstgelben Blätter zum Leuchten. Ich habe den Herbst nie gemocht, den Winter geradezu gehasst, aber dieses Jahr freue ich mich auf den Herbst. Weil ich mir wünsche, dass das Jahr vorbeigehen möge? Das Datum, das wir schreiben, ändert ja nichts.

Sominore über Linguistik und Heimat. Ich denke gerade über eine andere Art Heimat nach, einen Ort, der mir gehört. Aber dann springen mir anderswo zwei Sätze ins Gesicht: „In Roux’s world, property is dangerous, In Roux’s world, life is frictionless, slipping by like the river, picking up flotsam and setting it down quietly, gently, further downstream.“ (Joanne Harris, The Strawberry Thief) So bin ich auch, ich traue dem Frieden nicht, ich traue dem Privatbesitz nicht und am allerwenigsten traue ich den Sesshaften, die nicht wissen, dass man innerhalb einer Stunde alles – Heimat, Familie und Geburtsrecht – verlieren kann. Selbst, wenn man erst zwei Jahre alt ist.

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