Als ich aus dem Haus trete, riecht es nach brackigem Wasser. Am Kirchgarten meine ich einen Duft nach faulenden Birnen wahrzunehmen. Im Laden besteht ein Mann darauf, ohne Maske einzukaufen. Die Verkäuferin bietet ihm eine Einwegmaske an, aber er schlägt das Angebot aus. „Dann können Sie hier leider nicht einkaufen.“ sagt sie freundlich, und er verlässt stumm und eilig das Geschäft.

Mir fällt ein, dass ich vergessen habe, der Blognachbarin zu schreiben. Hiermit leiste ich Abbitte und gelobe baldige Besserung. Sie wissen, dass Sie gemeint sind. Bald kommt Post; wozu habe ich mir im November Briefpapier schenken lassen?

Die Sprache der Wissenschaft wird interessant werden. Wofür der Begriff „N-Wort steht“, ist ja hinreichend bekannt, vielleicht auch „M-Wort“, aber das B-Wort* und das D-Wort**? Obwohl ich nicht alles unterschreiben würde, finde ich das eine oder andere an diesem Beitrag interessant. (via @Thomas_Gutsche auf Twitter)

Weil die Sätze sich nicht fügen wollen, lösche ich den Anfang einer Geschichte. Wenn die Geschichte wichtig ist, wird sie zu gegebener Zeit von selbst wieder auftauchen. Mit Hilfe der Wayback Machine finde ich mein altes Blog wieder. Vielleicht kann ich zwei meiner Geschichten, die ich im Zorn gelöscht habe, retten und in dieses Blog übernehmen. Ansonsten sind da viele Peinlichkeiten zu lesen, eine Menge kaum Durchdachtes und einige schlecht geschriebene Texte.

Während vor meinem Balkon leise Regen fällt, erinnere ich mich, dass ich als Kind von einem Hexenhäuschen geträumt habe. Meine Wohnung, die sicher nicht viel kleiner als ein solches Häuschen ist, kommt dem schon sehr nahe: Krummes, zusammengewürfeltes Mobiliar, das bessere Zeiten gesehen hat. Der Blick aus den Fenstern fällt auf Bäume und auf leicht verwilderte Kräuter. Jetzt, zu Corona-Zeiten, scheint das eine kleine abgeschlossene Welt zu sein. Ich wünschte nur, sie wäre woanders.

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*Barbaren **Dschungel

2 Gedanken zu „

  1. Briefpapier. So etwas gibt es noch?
    Meine alten Blogs sind wohl unwiederbringlich gelöscht. NIcht, weil sie schlecht waren. Ab und zu gelingt mir ein Freiheitsrausch, auch auf Zeugs bezogen, nie auf Bücher und Briefe. Vielleicht, weil ich „Häutungen“ mag?

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