Anderswo

Büronymus über Anweisungen.

Solminore über Regeln.

Der Tagesspiegel über Maskenverweigerer. (Die „eigene Entscheidung“ mitsamt Verstoß gegen Regeln und Konventionen hat ja gerade in diesem Fall auch Auswirkungen auf andere, die man möglicherweise infiziert, ohne es zu wissen.) Gefunden habe ich den Link in einem Kommentar beim Kinderdok. Auf den bin ich gekommen, weil Herr Buddenbohm ihn verlinkt hatte.

Jacques Brel, einmal nicht melancholisch.

6 Gedanken zu „Anderswo

  1. Merci für mehrfachen Lesegenuss.
    Ich merke bei mir zunehmende Mürbe und Müdigkeit gegenüber MNS-VerweigerInnen im besten Risikohochalter und NasenbärInnen/BackenhörnerInnen an. Ja und dann frage ich mich immer häufiger, wie ich es denn jetzt richtig schreibe: Mit Sternchen, gleich nur im Feminin, groß angesetztes Innen oder doch erst weibliche Bezeichnung, dann die männliche? Im Radio diese Woche bei allem nur das Feminin und dazwischen die Forderung nach Bezeichnungen, die nur noch neutral sein dürfen. Ich weiß um die Wichtigkeit von Gleichberechtigung und trotzdem – ich stell mir all die geliebten Bücher ohne Heldinnen und Helden vor … und merke zugleich mein zunehmendes Alter, da ich manche Benennungen nicht mehr gleich identifizieren kann, ohne sie vorher nachzulesen.
    Hui, dieser Kommentar (meine Güte, der ist ja männlich) wurde viel länger, als er/sie/es werden sollte.
    Ein schönes Wochenende und herzliche Ihnen, Ev (eindeutig renitent weiblich)

  2. Ich finde Brel selten melancholisch, eher aufgebracht und manchmal ein wenig resigniert. Oft auch bitter, und bitter ist dies hier auch: „Madame führt ihren Arsch … spazieren, und ich bin der Türsteher im Alcazar, der das magere Geld heimbringt, welches Madame dann mit vollen Händen ausgibt.“
    Der „Homme de La Mancha“, der einen aussichtslosen Kampf führt, ist Symbol für Brel.
    Ihm fehlt der ironische Abstand, den man bei Brassens findet.

  3. „Ich rufe hier keineswegs zu blindem Gehorsam auf, im Gegenteil, aber man sollte schon wissen, wann es sich lohnt, sich über Anweisungen hinwegzusetzen – und wann es einfach nur gefährlich und dumm ist.“
    Oh, was für ein schönes Schlusswort von Büronymus. Danke für diese Links!

  4. Seine Stimme wird im Lauf des Liedes auch, sehr subtil, immer zorniger.

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