Auf dem Balkon grünt und knospt es. Der Dill hat sich zur Gruppe der Blühwilligen gesellt. Ich stelle das Paravent auf den Balkon und will eigentlich in seinem Schatten zu Mittag essen. Leider windet es so sehr, dass mir das (oder laut Duden auch: der) Paravent fast in den Teller fällt. Da ich die Gerätschaften zur Befestigung erst suchen müsste, trage ich den Teller wieder in die Wohnung.

Eine Kreuzung weiter haben Menschen eine „Piazza“ mit Büchertauschschrank, Pinnwand, Pflanzkisten und einem Behälter für Werkzeug zum Ausleihen gestaltet. Ich nehme zwei Bücher mit und lasse zwei andere da. In diesem Zusammenhang eine Bitte an die geneigte Leserschaft (obwohl ich nahezu sicher bin, dass Sie so etwas nie tun würden): Stellen Sie doch bitte keinen Ramsch, der besser in der Mülltonne aufgehoben wäre, in öffentliche Bücherschränke. Ein bisschen Hirn und Freude an Literatur dürfen Sie auch Menschen unterstellen, die Bücher tauschen wollen.

Am Abend ruft die R, eine Freundin und Kollegin, an. Wir tauschen uns aus über unsere Arbeit und unsere Arbeitgeber. Der R geht es gut, das war lange Zeit anders.

2 Gedanken zu „

  1. Manche Bücherschränke werden täglich „gepflegt“, jemand hat ein Auge drauf. Das ist gut. Ansonsten passiert oft das hier Geschilderte, was nicht gut ist.
    Der Gebrauch, die Benutzung derer, die ich kenne, wird derzeit noch reger. Das ist gut.
    Grüße zur Geschichten- und Meerfrau mit ihrem schönen Balkon

    • Vielen Dank. Es mag ja Kundschaft geben, die Lore-Romane liebt, aber der Gärtner-Sowieso-Katalog vom vorletzten Jahr?

      Grüße zurück (aber ob mein Balkon wirklich so schön ist? Das ist wohl Geschmackssache.)

Die Kommentarfunktion ist geschlossen.