Am Samstag fahre ich zum ersten Mal nach Wochen zur Apotheke. In der Stadt ist es leer, ich hätte das Rad nehmen können, aber das habe ich nicht bedacht. Wieder zwei Menschen, die ihre Masken nur beim Einsteigen tragen und sie im Bus sofort abnehmen, um in Ruhe telefonieren zu können. Der eine hat noch dazu eine ziemlich feuchte Aussprache. Ich wechsele den Platz, als die Spucketropfen anfangen, in meine Nähe zu fliegen.

Zuvor habe ich Obst und eine Flasche Wein gekauft. Der Obststand ist wieder geöffnet, den Wein gibt es anderswo. Auf dem Balkon kommt die Pfefferminze wieder, der Lavendel und die Trippmadam haben Knospen, nur die Erdbeeren „machen so komisch“, wie meine Patentante gesagt hätte.

Tanzschulen in Bayern dürfen ab Montag wieder öffnen. Ich verzichte, nehme dies aber zum Anlass, wieder im Keller zu üben .Zuvor habe ich micht nicht getraut, obwohl ich da unten ja auch allein gewesen wäre. Es schien mir im Rahmen der Umstände allzu frivol.

Zum Spaß probiere ich den neuen WordPress-Editor aus. Den Firmen-Laptop packe ich für zwei Wochen in die Tasche. Ich nehme mir Zeit zum Mittagessen (auch im Home Office habe ich nur dreißig Minuten Mittagspause, das wird vermutlich kontrolliert), ich hole Schlaf nach. Am Abend gewittert es.

Falls Sie Herrn Ackerbau nicht kennen: Herr Ackerbau hat eine Katze. Die Katze hat(te) eine Maus. Nicht, dass es in Berlin irgendjemand stören würde, wenn man nachts barfuß und in Unterhosen Mäuse spazieren trägt.

6 Gedanken zu „

  1. Wie fühlt sich der neue Editor an? (Ich frage wertneutral.)

    Ich lasse mal wieder ein Dankeschön hier für diese von mir sehr geschätzten Lageberichte.

  2. Oh ja, die Maskenpflicht. Irgendwie wäre ich dankbar, wenn deren (mittlerweile nachgewiesene) Effektivität mal von oben kommuniziert würde. Anfangs war ich ja auch skeptisch, aber lieber Maske als Lagerkoller.
    Ich selbst bin sehr froh, dass meine übliche Buslinie zwar selten fährt, aber dafür nie voll besetzt ist.

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