Anderswo

„Gott sei Dank, dann gibt es Frieden!“ soll Marianne Grunthal gesagt haben, als sie die Nachricht von Hitlers Tod erfuhr. Dafür wurde sie am 02.05.1945 gehängt.

Schwesterfraudoktor über Infektionen.

Joan Didion über Tagebücher.

Der Emil über Briefe.

Kriegsende im Tegernseer Tal. Juna macht sich Gedanken. (Ja, die beiden Artikel gehören in meinem Kopf zusammen. Sie werden schon sehen, warum.)

 

3 Gedanken zu „Anderswo

  1. Zu Grunthal: Mehrere Dutzend Leute schauen der Hinrichtung zu. Keiner schreitet ein. Das ist heute so unbegreiflich wie unbewertbar. Mir fehlen dafür jedwede Kategorien. Ein Tag im Mai auf einem anderen Planeten.

    Zu Schwesterfraudoktor: Wir sind nicht nur Infektionen einfach nicht mehr gewohnt. Sondern auch Pflichten.

    Und Juna flicht das alles zusammen: Wo Pflicht herkommt und wo sie hinführen kann und welche wir heute noch zu tragen haben, wollen wir uns weiterhin Mensch nennen dürfen.

    Inspirierende Zusammenstellung, vielen Dank!

    (Der andere Kommentar kann gerne weg, falscher Anmeldeaccount, danke!)

  2. Vielen Dank für diese Links, vor allem Junas.
    Meine Heimatstadt bemüht sich wenigstens um ein halbwegs ausgewogenes Bombardierungs-Gedenken, trotz der zahlreichen blaubraunen Wählerschaft. Ja, es ist traurig und die Innenstadt sieht nicht mehr so hübsch aus wie vorher, aber die Braunen gab es auch damals schon, in sehr reichlicher Anzahl laut Wahlergebnis, und die Industrie stellte bereitwillig auf Zünderproduktion um. Traurig war es wohl, aber auch irgendwie: vorhersehbar.

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