Zwanzig Minuten lang übe ich. Das ist nicht viel, aber mehr, als ich seit Mitte Februar getanzt habe. Ich übe braceo und marcajes auf Soleà. Carmen Ledesma erzählte einmal in einem Workshop, dass es in ihrer Jugend keine Spiegel in den Tanzschulen gegeben habe. Man habe den Anweisungen und Korrekturen der Lehrerin blind vertraut und allmählich ein sehr gutes Körpergefühl entwickelt. Sie profitiere heute noch davon, wenn sie auf der Bühne stehe, wo sie sich ja auch nicht im Spiegel kontrollieren könne.

Es dauert einige Minuten, bis ich mich entspanne und den Spiegel nicht mehr vermisse. Eigentlich wollte ich mich auf die Körpertechnik beschränken, aber dann fange ich mit den Grundschritten an, in dicken Socken und auf dem Teppich. Das dämpft den Schall, aber meine Oberschenkel spüre ich trotzdem. Danach sind Schwindel und Kopfschmerzen fast verflogen.

Am Abend regnet es.

 

4 Gedanken zu „

  1. Klingt wie eine gute Maßnahme gegen Kopfschmerzen.

    Beim Regenzusatz musste ich lachen – anscheinend funktioniert das auch als Regentanz.

  2. Ich hatte am Sonntag und jetzt wieder heute Schädelweh (auch bekannt als Migräneanfall), eine Kombination aus Wetter und Hormonen, die da zugeschlagen hat.

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