51. Woche

Bitte lesen Sie das: über Abtreibung und das Verbot von „Werbung“.

Über den neuen Editor in WordPress schreibt meine tocaya bei den Netzialisten: Gutenberg  .

„Tocaya/o“ bezeichnet übrigens eine Person, die denselben Vornamen hat wie man selber, und ist – wie auch „prima/o hermana/o“ (Cousin/Cousine mütterlicherseits) – eines dieser spanischen Wörter, die ich unbedingt  ins Deutsche übernehmen möchte.

Aus gegebenem Anlass: Bethmännchen stellt man aus Marzipanmasse und Mandeln her. Aus sonst nichts. Falls Sie in Frankfurt wohnen: die Marzipanmasse vom Gewürzhaus S. ist die beste. Falls Sie nicht in Frankfurt wohnen, nehmen Sie die Lübecker Marzipanmasse. Sie können die Marzipanmasse selbst machen. (Sie können sich aber auch ein Klavier ans Bein binden und Polka tanzen.) Eigelb zum Bestreichen ist akzeptabel, aber schweinchenrosa Zuckerguss nicht. Ansonsten will ich mal nicht so sein und Ihnen den ultimativen Bethmännchentrick verraten: Vergessen Sie den Puderzucker beim Formen der Marzipankugeln. Stattdessen verreiben Sie ein paar Tropfen Rosenwasser auf den Handflächen. Dann klebt es nicht so. Paradoxerweise kleben aber die Mandeln an den mit Rosenwasserhänden geformten Kugeln besser. (Diesen Trick haben Sie nicht von mir. Wenn Sie mich verpfeifen, werde ich vermutlich unter wüsten Beschimpfungen aus der alten freien Reichsstadt gejagt.)

Für den einen oder die andere kann Weihnachten mit der Familie schwierig sein. Bevor Sie aber die Axt ansetzen und diesen Tipp beherzigen müssen

hilft vielleicht doch dieses (leicht unanständige) etwas andere Weihnachtslied.

Die letzten Jasminblüten auf dem Balkon sind nun erfroren. Herr P., der in einem ganz eigenen Elfenbeinturm zu leben scheint, pocht auf sein Recht auf Geschwindigkeitsrausch. Der Freund, der kein Freund ist, ist loyal. Das muss er sein, und auch dafür schätze ich ihn. Die Mutter des besten Ex der Welt hat mir ein Amulett gegen den bösen Blick geschenkt. Nicht, dass ich daran glaube, aber die Geste gefällt mir. Dass da jemand ist, der möchte, dass ich beschützt werde. Viel ist die Rede von Geschichten. Ich bin altmodisch: in ein Blog gehören Geschichten, in die Zeitung gehört die Wahrheit, aber ich weiß natürlich auch, dass es manchmal nicht die Wahrheit, sondern nur Wahrheiten gibt. In diesen Fällen wäre es wünschenswert, dass alle Wahrheiten beleuchtet würden.

So geht das Jahr zu Ende.

3 Gedanken zu „51. Woche

  1. Die einzigen Pläzchen, die meiner Meinung nach rosa Zuckerguss vertragen, sind Butterplätzchen und Pfefferkuchen. Und das auch nur, wenn der Zuckerguss mit einem roten Likör gefärbt oder ein Kind im Haus ist. An Bethmännchen: Wer kommt auf so eine Idee?
    Ich hoffe, Sie mussten den Tipp mit der Leichenentsorgung nicht beherzigen.

      1. Meine Verwandtschaft ist sehr klein und bis auf einige absonderliche poltische Meinungen gut sozialverträglich. Insofern hatte ich keinen Grund, irgendwen mit einer gezielten Dosis Gift aus dem Weg zu schaffen.

Kommentare (Bitte beachten Sie hierzu die Datenschutzerklärung)

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