14. Februar 2018

„Da tun sich die gnädige Frau halt wundern!“ (Der Herr Permaneder zur Frau Buddenbrook.)

Einigermaßen fassungslos auf die gestrige Statistik gestarrt. Ich bilde mir nicht ein, dass die kleine Geschichte von gestern einen Nerv getroffen hätte. Die Zugriffszahlen – zehnmal so viele wie normalerweise – führe ich darauf zurück, dass die Geschichte von viel gelesenen Bloggern verlinkt wurde. Ich glaube, ich habe mich noch nicht bei allen Verlinkenden bedankt, also: vielen herzlichen Dank.

Auch weitere Ereignisse in Kleinbloggersdorf, Ortsteile  WordPresshausen und Twittersweiler, werfen ihre Schatten in meine Richtung und in die des geschätzten, wenn auch entfernten Blognachbarn. Die gnädige Frau wundert sich in der Tat und beschließt, in Zukunft noch weniger zu diskutieren und noch mehr stummzuschalten..

Eine korpulente Kohlmeise verschmäht die Meisenknödel, sowohl den hängenden als auch den liegenden. Dafür pickt sie eifrig auf dem nicht gekehrten Balkon herum. Meisennachricht des Tages: „Bei der geschichtenundmeer kann man vom Boden essen. Liegt ja auch genug rum.“ Ja, dann kehre ich halt nicht. Statt dessen schmeiße ich einen Meisenknödel auf den Boden. Vielleicht findet sie ihn ja dann.

Die Amseln versuchen immer noch, den Frühling mit Gewalt herbei zu singen. Die muslimische Kollegin hingegen beschwört ihn mit einem rosaweiß gestreiften, filigran bestickten und kunstvoll gewickelten Kopftuch. Am See hingegen, das entnehme ich Fotos des Seeanwohners, liegt noch dick Schnee. Aber am See dauert der Winter ja immer etwas länger. Ob die Amseln am See auch schon so lärmen, weiß ich nicht.

Im Büro gibt es die letzten Krapfen und Sachertorte. Ich, die ich mich nach den karnevalsbedingten Krapfenorgien mäßigen wollte, beschließe, dass das Fest, das man ja feiern soll, wie es fällt, erst morgen zu Ende gehen wird. Draußen ist hellblauer Himmel, aber ich sitze im Büro, so lange es sich gehört, und stampfe anschließend in einem Kellertanzstudio den Bretterboden zu Brei. Als ich damit fertig bin, ist es dunkel.

Wie alle Welt weiß (oder auch nicht) bin ich keine Freundin des Valentinstags. Nicht aus irgendwelchen ideologischen Gründen – schenken Sie mir Pralinen und Blumen, soviel Sie wollen (oder, was ich noch lieber mag: Bücher). Einem bestimmten Tag aber, an dem der Einzelhandel mit rosa Herzchen und dümmlichen Sprüchen auf Kundenfang geht und das als menschenfreundliche Aktion verkauft, stehe ich, sagen wir, ambivalent gegenüber.

 

2 Gedanken zu „14. Februar 2018

  1. Haha, mich hat auch kürzlich ein Alpha-Blogger (heißt das so?) verlinkt; ich wußte gar nicht, wie mir geschieht, plötzlich dreistellige Zugriffszahlen, hu. Ich war dann regelrecht erleichtert, als der Spuk wieder vorbei war.
    (Ich suche gerade den Beitrag mit dem Benimmkurs für die Fahrer dicker Autos, da hätte ich gern das hier abgelegt, aber ich find’s nicht.)

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