Splitter

Satt und warm werden von dem, was Du schriebst. Beinahe weinen wollen, weil Du nicht mehr schreibst. Viele Male hat Dein Schreiben mich durch den Alltag getragen, mich ein Stück blauen Himmel zwischen bleischweren und bleigrauen Wolken sehen lassen. Ich habe Deinen gerechten und Deinen ungerechten Zorn gelesen, Deine fast kindliche Freude, Deine Erfolge, Deine Enttäuschungen, Deine Wärme und Deine eisige Abwehr. Habe Dich schützen wollen, obwohl Du selbst das viel besser kannst. Diese Melancholie, die mich nicht mehr loslässt seit fast einem Jahr, die gehört zu einem Teil auch Dir. Erhielte ich nicht auch auf anderen Wegen Nachricht von Dir, wüsste ich nicht, dass Du im Innersten stark bist, ließest Du mich nicht von Zeit zu Zeit einen Fetzen Deiner Gedanken sehen, so wäre da nichts als schwarzes Wasser, betrachtet durch ein im Mondschein ins Eis geschlagenes Loch.

8 Gedanken zu “Splitter

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