Hürdenlauf

Im Hürdenlauf war ich nie so besonders gut. Dafür konnte ich gut Hochsprung und trotz überdurchschnittlicher Größe erstaunlich gut Geräteturnen. Hier nun eine andere Art von Hürdenlauf*:

„Blogger-Hürdenlauf (Copy and Paste, please): 

Dein Beitrag startet, wo dieser hier endet. Nimm dir die Blogroll/Blogliste des fünften von mir kommentierten Blogs vor. Von dieser Liste klicke eines an. Das ist nun deine Station 1. (Aber nur, falls es selbst eine Blogroll hat, sonst ein anderes Blog der aktuellen Blogroll auswählen! Diese Bedingung gilt logischerweise immer.)
Lies im Blog 1 einen Beitrag, den du auch verlinkst, und schreibe nur drei Zeilen darüber: Lob, Kritik, Erstaunen, Fassungslosigkeit, Dank, whatever.
Nun klicke auf ein Blog der Blogroll von Station 1. Hat dieses seinerseits eine Blogroll? Sehr gut, dann ist es Station 2. Lies einen Beitrag … verlinke … schreibe drei Zeilen …
Und so noch drei Mal. Bis einschließlich Station 5. Deine Arbeit ist fast getan: fünf Reisenotizen zu fünf Blogbeiträgen. Nur noch diese Regeln hier anhängen – fertig!
Nun muss jemand anderes den Staffelstab (und vielleicht sogar mehrere) bei der Blogroll des letzten in deinem Beitrag kommentierten Blogs übernehmen – und fünf weitere kommentieren.
Vielen Dank für den gemeinsamen Streifzug durch die Meinungsvielfalt!“ 
Eigentlich müsste ich nun mit dem Blog von Gaga Nielsen starten. Das kenne ich und mag ich, lese ich aber nicht allzu häufig, was vermutlich  nicht an Frau Nielsen liegt, sondern an mir.
Also nehme ich eines, das ich noch nicht kannte: A life less ordinary. Castagiro – so nenne ich sie/ihn/es mal nach ihrer/seiner URL – hat keine Blogroll, aber einen Zoo. Und ich den Verdacht, wir arbeiten in derselben Firma.
Nachdem anscheinend keiner mehr eine Blogroll hat (Angst vor der Konkurrenz? Lesen die nicht, sondern schreiben nur?) griff ich auf die gute, alte Frau Wildgans (siehe meine Blogroll) zurück, deren Blogroll nahezu unerschöpflich ist. Herr Irgendlink war mir dem Namen nach bekannt. Hier macht er ein wenig Eigenwerbung, aber wer so schön schreiben kann, darf das: Du fehlst.
Der Herr Irgendlink hat aber auch keine Blogroll, und deshalb kehre ich zu Frau Wildgans zurück. Dort finde ich eine bloggende Mona Lisa, in deren Blogroll sich das Stöbern lohnt. Aber zunächst einmal ein Link zu La Gioconda selbst, die einen Roman der Katzenliebhaberin Colette gelesen hat.
Auf Mona Lisas Blogroll steht Frau Seelenruhig, und Frau Seelenruhig hat einen Ausflug gemacht. Ich lese ja auch gerne von anderer Leute Wanderungen, Ausflügen und Reisen. Das bringt mich auf Ideen, und jetzt, wo es kühler wird und ich wieder mehr Zeit haben werde, lasse ich mich gerne anregen.
Bei Frau Seelenruhig finde ich Frau MajoRahn, die es in Rheinhessen schön findet und einen Garten hat. Und Sie wissen ja, ich und Gärten… Schöne Fotos macht sie übrigens auch.
Fazit: es hat sich gelohnt, und ich habe ein paar neue Blogs entdeckt.
*Erfahren  habe ich von diesem Blogger-Hürdenlauf bei Annika, die mich freundlicherweise verlinkt hat und mir damit einige neue Leser_innen beschert hat. Aber wer hat’s erfunden? Nicht die Schweizer, sondern Zeilensturm

Jetzt reicht’s aber

Der Spam meckert an meinen Überschriften herum. Räuber und Pistolen sind dem zu bieder? Sonst noch was?

I think what you posted was actually very reasonable. However,
think about this, what if you were to write a awesome title?
I am not suggesting your information is not solid., but
suppose you added a headline that makes people desire more?
I mean Eine Räuberpistole möchte ich – Geschichten und Meer
is kinda vanilla.“

Hinter Isenburg zieht sich’s.

Ich weiß nicht, wie sich der Weg von Frankfurt nach Italien gezogen hat, wenn man ihn in der Kutsche zurücklegte, aber der Frankfurter Honoratior, an dessen Namen ich mich nicht erinnere und dem die Zeit bereits nach zehn Kilometern lang wurde, hätte sich wahrscheinlich am eigenen Telefonkabel erhängt, hätte er die Online-Diagnose des Telefonanbieters meines Misstrauens (im Folgenden: TmM) abwarten müssen. Ich weiß nicht, ob letzterer vor oder hinter Isenburg ansässig ist, und ich weiß auch nicht, ob Sie sich noch an den laufenden Camembert aus der frühen Fernsehwerbung erinnern, aber diese Assoziationen drängen sich mir auf, während ich auf die Diagnose/das Urteil warte.

Den direkten Kontakt mit TmM versuche ich zu vermeiden, wo es nur geht, aber eine Störung, die zunächst nur sporadisch, jetzt aber bei jedem Telefonat auftaucht, zwingt mich dazu. Deshalb suche ich zuerst in einschlägigen Foren, wobei ich es strikt vermeide, selbst eine Frage zu stellen. Beim letzten Mal nämlich wurde ich dort für meine Dummerhaftigkeit arg beschimpft. TmM bietet jedoch eine Online-Diagnose an. Leider bricht diese bei drei Versuchen nach ziemlich genau einer Stunde ohne Ergebnis ab. Da werde ich wohl morgen doch einmal anrufen müssen.

Ob man wohl glücklicher war, als Nachrichten noch durch einen Boten überbracht wurden, der – wie Bettine von Arnim irgendwo schrieb – „alle Tage von Frankfurt nach Hanau (Offenbach? Ich erinnere mich nicht mehr.)“ ging.

(Und so etwas schreibe ich, wenn mir langweilig ist, weil ich auf TmM warte.  Aber Sie müssen das nicht lesen. Wirklich nicht.)

Fortsetzung folgt. Falls ich nach meinem Gespräch mit TmM noch Internet habe. 

 

Fundsachen 42

Christa Pfafferott war in Buchenwald.

Die AfD befiehlt versehentlich das Nacktbaden.

Ich erinnere mich an einen Sommer, in dem der Teer/Asphalt floss und die weißen Markierungen auf der Straße plötzlich Kurven bekamen. Später fuhr ich in La Rochelle bei 42 Grad mit dem Fahrrad von der Schule zu meiner Gastfamilie. Noch später war ich in Sevilla, als gerade der neue Bahnhof Santa Justa gebaut worden war. Beim Ankommen dachte ich noch, hui, ist das warm, wie ein angewärmtes Handtuch, aber draußen wird es sicherlich kühler. Draußen schlug mir eine Hitze ins Gesicht, wie ich sie nie zuvor und nie danach gespürt habe. Für Regina Tauschek  ist das aber anscheinend Alltag bei Mitte Vierzig.

Für die dubiose Dame Mirabellen und Berge.

Sogar Ella Fitzgerald ist es zu warm.

Eine Räuberpistole möchte ich

schreiben wie es, glaube ich, nur die Frau Wildgans kann, aber woher nehmen aus diesem gerade sehr sommertrockenheitsdürr gewordenen Leben? Die Spreu hat sich letzthin wieder einmal vom Weizen getrennt, und was übrig blieb, macht mich ein wenig nervös.

Werde ich eigentlich allmählich so wie die Lemuren, denen ich auf den Gängen in der Firma begegne? Soll ich mir, wie  Bettine von Arnim für die feine Frankfurter Gesellschaft, eine quarrende Engelsstimm‘ zulegen für „Kleinbloggersdorf“?  Übrigens bin ich nach Bettine benannt, auch wenn sich meine Familie schließlich auf das gängigere „Bettina“ einigen konnte. „Bettine“ mit e nannte mich nur eine Freundin und Kollegin meiner Großmutter, und sie war auch die einzige, die das durfte.

Der Freund, der kein Freund ist, aber immer da, wenn ich ihn brauche, hat Mirabellen. Vielleicht sollte ich probieren, ob ich noch eine Tarte backen kann, wer weiß? Ich kann mir nicht einmal sicher sein, ob ich das noch kann, so, wie mir der Boden unter den Füßen weggebrochen ist. Es ist ja nicht das erste Mal, und bisher habe ich es noch jedes Mal überlebt. Anderswo übrigens redet man nicht mehr mit Engels- sondern mit Teufelszungen miteinander, und innige Freundschaften mögen wohl auseinandergehen. Ich bin nicht schadenfroh, aber die Versuchung ist groß, ein Habe-ich-es-euch-nicht-gesagt ins Kampfgetümmel zu schleudern. Das allerdings hieße, Öl ins Feuer zu gießen, und auf Flächenbrände möchte ich nicht einmal von meinem Ausguck am äußersten Rande schauen müssen.